Beispiel Präventionsarbeit
30'000 Schulkinder wissen Bescheid
Sonnenparcours mit Kindern
© KLZ
Fabian (9) besucht die 2. Primarklasse und freut sich auf die bevorstehenden Sommerferien. Dann wird er viel Zeit für seine Freunde haben. Fabian ist gerne im Freien, am liebsten spielt er vom Morgen bis zum frühen Abend draussen. An heissen Tagen besuchen er und seine Freunde die Badi und flitzen hin und her zwischen Wasserbecken und Liegewiese. Letztes Jahr holte er sich dabei einen Sonnenbrand und musste einige Tage im Schatten bleiben, bis die Haut nicht mehr rot und heiss war. Dieses Jahr will er sich regelmässig mit Sonnencrème einreiben und in den Schatten setzen. Heute ist ein besonderer Schultag: die Krebsliga Zürich kommt in Fabian‘s Schulhaus und lädt ein zum Sonnenschutz-Parcours. Die Tour ist bereits Tradition, sie begann im Jahr 2001 und ist sehr beliebt. Fabian’s Lehrerin hatte vor zwei Wochen ein Blatt mit verschiedenen Fragen zur Sonne verteilt, wie lange man draussen bleiben kann, ob man eine Sonnenbrille und einen Hut braucht, wie gut ein T-Shirt vor der Sonne schützt. Ob Fabian wohl alles gewusst hat?
Eine Sonnenbrille ist mehr als cool
Zuerst lernen die Kinder die verschiedenen Hauttypen kennen. Sie sind entscheidend, wie rasch man auf die Sonnenstrahlen reagiert und einen Sonnenbrand bekommt. Auch die Wichtigkeit einer Sonnenbrille und der Schutz des T-Shirts werden besprochen. Die Kinder umrunden zuerst ohne und dann mit Sonnenbrille das aufgestellte Labyrinth und beschreiben, was und wie viel mehr sie mit der Sonnenbrille sehen.
Sonnencreme, 30 Minuten vorher auftragen
Fabian darf in einem Wurfspiel auf eine rote Sonne zielen. Getroffen! Zur Belohnung erhält er eine Tube Sonnencrème mit
Schutzfaktor 30. Er erfährt, dass für seine Kinderhaut ein möglichst hoher Faktor wichtig ist und er sich mindestens 30 Minuten bevor er raus geht eincremen soll. Wichtig: Lippen, Ohren und Nase nicht vergessen!
Autsch – Sonne sticht
Die Kinder gehen barfuss über einen Holzstreifen. Sie treten auf mehr oder weniger spitze Kunststoff-Elemente und fühlen, wie schmerzhaft die Sonnenstrahlen je nach Tageszeit sein können, wenn man die Haut nicht schützt.
Memory – sich an das Gelernte erinnern
Nun zeigt sich, wer aufgepasst hat. Mit einem Memory-Spiel prüft das Team der Krebsliga Zürich das Wissen der Kinder über Schatten, Hut, Sonnenbrille, UV-Schutz der Kleider und Sonnencreme.
Versteck unter dem Fallschirm
Ein Renner im wahrsten Sinne des Wortes ist der grosse Fallschirm, den alle gemeinsam ausbreiten und sich daran festhalten. Durch eine gemeinsame Schüttelbewegung bläht er sich auf und bildet einen Schutzschild über den Kindern.
Fabian hat viel gelernt und nimmt stolz seine Geschenke, ein Cap mit Nackenschutz und eine Tube Sonnencreme, mit nach Hause. Er wird beides auf die bevorstehende Schulreise mitnehmen. Und er wird über das Gelernte zuhause am Familientisch berichten, denn auch die Grossen sollen sich richtig verhalten.